Geretteter SU-24 Pilot überführt Türkei der Lüge

Der zweite Pilot der Su-24, die von einer türkischen F-16 abgeschossen wurde, hat nach seiner Rettung und Rückkehr auf die Luftbasis in Latakia betont, dass seine Maschine weder in den türkischen Luftraum eingedrungen sei, noch eine Warnung vor dem Abschuss durch die türkische Maschine erfolgte.

„Es ist unmöglich, dass wir den türkischen Luftraum selbst nur für eine Sekunde verletzt haben. Wir flogen in einer Höhe von 6.000 Metern in absolut klaren Wetterverhältnissen und ich hatte die ganze Zeit totale Kontrolle über unseren Flugverlauf.“

So der überlebende Navigator Konstantin Murakhtin bei einer Pressekonferenz auf dem Khmeimim Luftwaffenstützpunkt in Latakia.

Ebenso verneinte er Ankaras Behauptung, die Maschine sei mehrmals von türkischer Seite aus gewarnt worden:

„Es gab tatsächlich überhaupt keine Warnung. Weder über Radiokommunikation, noch über visuellen Kontakt. Sie müssen den Geschwindigkeitsunterschied zwischen einem taktischen Bomber wie die Su-24 und dem einer F-16 verstehen. Wenn Sie uns wirklich hätten warnen wollen, dann hätten sie sich an unsere Tragflächen setzen können. Aber die Rakete kam aus dem Nirgendwo und traf uns von hinten, wir hatten noch nicht einmal die Zeit ein Ausweichmanöver zu starten.“

Konstantin Murakhtin erholt sich derzeit auf der Luftwaffenbasis in Latakia. Laut ärztlicher Einschätzung ist sein Gesundheitszustand soweit zufriedenstellend.

Laut Einschätzung des russischen Außenministers Sergej Lawrow handelt es sich bei dem Abschuss der Su-24 durch das türkische Militär um eine geplante und absichtliche Provokation. Der russische Chef-Diplomat hinterfragte zudem, dass die NATO ebenso wie die EU es versäumten, Russland gegenüber ihr Bedauern und Beileid für den Verlust von russischem Menschenleben im Zuge des Abschusses zu bekunden.+

“Wir haben ernsthafte Zweifel, dass dieser Abschuss unabsichtlich geschah. Es sieht sehr nach einer geplanten Provokation aus.“

So Lawrow im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch. In diesem Zusammenhang verwies er auf das vorliegende Video- und Radarmaterial, welches der türkischen Darstellung widerspreche.

 

Zuvor hatte der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu Russland für die Angriffe auf turkmenische Milizen in Syrien kritisiert, die nach Darstellung Ankaras dem Abschuss der Su-24 vorausgingen. Zudem verkündete er, die türkischen Sicherheitskräfte seien „instruiert, Vergeltung zu üben, falls die Sicherheit der Grenzen der Türkei gefährdet“ sei, und betonte:

„Niemand darf ungestraft Massaker an unseren Geschwistern [den turkmenischen Milizen der FSA] mit angeblichem Anti-Terror-Kampf rechtfertigen“.

In Erwiderung auf diese Aussagen des türkischen Premiers betonte Lawrow, dass sich in der Region, in der der Abschuss stattfand, neben turkmenischen Milizen hunderte von ausländischen dschihadistischen Kämpfern aufhalten mit der entsprechenden Infrastruktur an Waffendepots und Kommandoposten:

“Ich fragte den türkischen Außenminister Çavuşoğlu, ob die Aufmerksamkeit, die die Türkei dieser Region schenkt, inklusive dem Ruf nach einer Pufferzone, durch den Wunsch motiviert ist, diese Infrastruktur vor der Zerstörung zu beschützen. Ich habe bisher keine Antwort auf diese Frage erhalten.“

Lawrow wies in der Pressekonferenz außerdem daraufhin, dass der Abschuss erfolgt sei, kurz nachdem russische Luftstreitkräfte in einer Reihe von Angriffen Öl-Transporter und Förderanlagen des “Islamischen Staates” zerstört hatten. Der darauf folgende Abschuss des russischen Bomber würde „ein neues Licht“ auf diese Angelegenheit werfen.

Der russische Chef-Diplomat hinterfragte in diesem Kontext, dass die NATO ebenso wie die EU es versäumten Russland gegenüber ihr Bedauern und Beileid für den Verlust von russischem Menschenleben im Zuge des Abschusses zu bekunden.+

Lawrow betonte zudem nochmals, dass die Vorwürfe Ankaras nicht zutreffen und die russische Su-24 zu keiner Zeit den türkischen Luftraum verletzt hätte und ergänzte:

„Selbst wenn die Darstellung von türkischer Seite den Tatsachen entsprechen würde, widerspräche die Handlung den eigenen Aussagen von 2012. Damals hatte Syrien eine türkische Maschine abgeschossen, die in den Luftraum eingedrungen war. Der damalige Premierminister Erdogan hatte daraufhin vor dem türkischen Parlament verlauten lassen, dass ein kurzes Eindringen in den Luftraum einer anderen Nation keinen Abschuss rechtfertigt.“+

Der russische Außenminister schloss die Pressekonferenz mit den Worten:

„Wir können nicht darauf verzichten angemessen zu reagieren. Nicht, weil wir Vergeltung üben müssen, es gibt aber einfach zu viele Vorfälle im türkischen Territorium, die eine direkte terroristische Bedrohung für unsere Staatsbürger darstellen. Und nicht nur für die unseren.“

 

Trends: # Abschuss russischer SU-24 über Syrien
Quelle: RT Deutsch
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