Rechtsruck – Frankreich macht es vor!

Frankreich = Front National – Deutschland = AfD

Regionalwahlen: Frankreich wird „Rechts“

von Michael Grandt

Liebe Leserin, lieber Leser,

Der islamische Terror und die Flüchtlingskrise stellen die Grande Nation bei den kommenden Regionalwahlen am 6. und 13. Dezember vor eine Zeitenwende. Es ist schon so gut wie sicher: Frankreich wird nach rechts außen driften und Deutschland darüber in Schockstarre verfallen.

Die Zeiten ändern sich

Der Front National (FN) war bereits den Europawahlen im Mai 2014 mit knapp 25 Prozent erstmals stärkste Kraft in Frankreich geworden und will jetzt das seit Jahrzehnten herrschende Zweiparteiensystem sprengen. Der FN hat landesweit über 83.000 Mitglieder, jeweils 2 Sitze in der Nationalversammlung und im Senat, regiert in 11 Städten, stellt 1.546 Gemeinderäte, 200 Regional- und Departementräte und 23 Abgeordnete im Europaparlament.

Ein gewaltiger Rechtsruck in Frankreich. Und das, obwohl der FN vor einigen Jahren noch vom Großteil der Franzosen als „rechtsextrem“ geächtet, dessen Anhänger auf Marktplätzen beleidigt und angegriffen wurden.

So ändern sich die Zeiten: Marine Le Pen, die Vorsitzende des FN wird heute gefeiert und empfangen wie ein Star. Sie stellt angesichts der drohenden Umwälzung der französischen Gesellschaft durch Masseneinwanderung und Terrorgefahren folgende Forderungen:

Schärfere Grenzkontrollen

Grenzkontrollen zu Deutschland, Italien und Spanien

Aufrüstung der Armee

Verschärfung des Strafrechts

Mehr Polizisten

Illegale ausweisen

Verurteilten Islamisten die Staatsbürgerschaft entziehen

Nationalstaat versus Globalisierung

Außerdem will Le Pen die Souveränität Frankreichs „zurückfordern“ und die „Hoheit“ über die Grenzen und die Währung zurück. Schon zwei Drittel der Franzosen sind der Meinung, die Politik tue mehr für Einwanderer als für die Einheimischen und ein Drittel kann sich Le Pen bereits als neue Staatspräsidentin vorstellen (Wahl 2017).

Und überhaupt, der FN ist gegen den politischen Mainstream, der die EU und die Einwanderung gut findet, der Grenzen als grundsätzlich schlecht ansieht und die nationale Souveränität als überholt. Für die FN-Anhänger sieht die Wahrheit ganz anders aus: Gigantische Überschuldung, hohe Arbeitslosigkeit und schwache Wirtschaft. Das „Frankreich der Vergessenen“, abseits der großen Metropolen, ist für diese Auffassung äußerst affin. So ist die Auseinandersetzung des FN mit den politisch Korrekten auch der Kampf zur Rückkehr zu einem souveränen Nationalstaat als Antwort auf die fortschreitende Globalisierung.

„Die Regierung stiehlt“

Die Slogans der Vertreter des Front National kommen bei vielen Menschen gut an. Es sind bei weitem nicht mehr nur die Abgehängten in der Gesellschaft, Arbeitslose und Rentner, sondern zunehmend auch gut situierte Menschen aus dem Bürgertum und Akademiker. Hier eine kleine Auswahl:

„Wir wollen französische Grenzen zurück. Wir haben kein Vertrauen in die europäische. Wir wollen selbst entscheiden, was für uns gut ist.“

„Den Migranten, den Illegalen, wird alles in den Rachen geworfen, aber wer kümmert sich um unsere Rentner?“

„Hier werden nur Ausländer gefördert.“

„Die Regierung stiehlt von den Franzosen, um es den Fremden zu geben.“

„130 Tote hat es gebraucht, bis sie gemerkt haben, dass Massenzuwanderung eine Gefahr für das Land ist.“

„Hier bei uns läuft man nicht mit Kopftuch, Burka oder Dschellaba herum, hier trägt man, was Franzosen tragen.“

„Wir müssen unsere Identität verteidigen.“

„Der Islam schreitet immer weiter voran, expandiert immer weiter, und wir, wir weichen zurück.“

Am 6. und 13. Dezember sind Regionalwahlen. Sie sind ein wichtiger Indikator dafür, wofür das größte EU-Land steht: Globalisierung und Multikulti oder Nationalstaat und Abschottung.

Herzlichst,

Ihr

Dr. Michael Grandt

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