Innsbruck: Ausländer nach brutaler Vergewaltigung festgenommen

Afghane (18) gefasst – Es handelt sich um einen Asylwerber, der bei einer Gegenüberstellung erkannt wurde.

Nach dem sexuellen Missbrauch einer 52-Jährigen in Innsbruck hat die Kriminalpolizei einen Verdächtigen festgenommen. Heute soll die Gegenüberstellung stattfinden.

Die Vergewaltigung einer Innsbruckerin ist offenbar geklärt. Acht Tage nach dem aufsehenerregenden Sexualverbrechen im Süden der Landeshauptstadt haben die Ermittler der Kripo einen Verdächtigen ausgeforscht. „Wir wurden informiert, dass sich ein Mann in Polizeigewahrsam befindet“, bestätigt der Sohn des Opfers. Details zum möglichen Täter bzw. zum Ablauf der Ermittlungen waren vorerst nicht in Erfahrung zu bringen.

Rückblende: Es war noch hell, als eine 52-jährige Innsbruckerin am vergangenen Montag (22. Februar) um 17.45 Uhr vor dem Eingang des Hauses Sillhöfe 3a stand. Die Frau wollte eine Freundin besuchen. Ein vorerst unbekannter Gewalttäter durchkreuzte den Plan.

Der etwa 20- bis 25-jährige, dunkelhaarige Mann erfasste die Innsbruckerin von hinten und schleppte sie rund um den Wohnblock. Auf einem kleinen Rasen-Grundstück hinter dem Gebäude entkleidete und vergewaltigte der Angreifer die 52-Jährige. Die Frau wurde auch schwer misshandelt und in gebrochenem Englisch beschimpft. Dass er dabei jederzeit von einem Schlafzimmerfenster aus beobachtet werden konnte, hielt den Mann nicht ab. Zum Schluss wollte der Täter die Innsbruckerin auch noch ausrauben. Ohne Erfolg – eine Anrainerin hatte die herrenlose Handtasche beim Hauseingang entdeckt und vorerst sichergestellt.

Nach etwa 15 Minuten endete das Martyrium, der Unbekannte ergriff die Flucht. Inzwischen war auch die Freundin des Opfers argwöhnisch geworden. Vom Balkon aus sprach sie den Vergewaltiger an. Seine Reaktion: Er bedrohte die Zeugin mit dem Umbringen. Wenig später erfuhr die Anrainerin, was ihrer Freundin widerfahren war.

Während die Fahndung der Polizei anlief, wurde die verletzte Frau in die Innsbrucker Klinik gebracht. Dort diagnostizierten die Ärzte zahlreiche Blutergüsse, Prellungen und einen Haarriss im Steißbein. Die Suche nach dem Vergewaltiger endete am vergangenen Montag ohne Ergebnis.

Allerdings hatten die Innsbrucker Kripo-Beamten bei den Ermittlungen von Anfang an gute Karten. Einerseits, weil die Zeugin am Balkon der Polizei eine recht detaillierte Beschreibung des Täters liefern konnte – ihr war der Mann schon öfter im Bereich der Sillhöfe aufgefallen. Andererseits kannten die Beamten von Anfang an die Handynummer des Vergewaltigers. Denn der Peiniger hat das Opfer laut Sohn gezwungen, die Nummer zu speichern. Nicht nur das – „der Vergewaltiger rief meine Mutter nach der Tat auch noch an“, ist der Sohn fassungslos.

Das Mobiltelefon des Täters dürfte in der Folge überwacht worden sein. Offenbar mit Erfolg – am Dienstag wurde ein Verdächtiger im Raum Innsbruck verhaftet. Noch am selben Tag erhielten auch das Opfer und die Zeugin Anrufe von der Kriminalpolizei: „Dabei ging es um einen Termin für die Gegenüberstellung, der dann für Mittwochnachmittag fixiert wurde“, schildert der Sohn des Opfers. „Allerdings hat die Polizei diesen Termin auf Donnerstag verschoben.“ Für die 52-Jährige eine weitere Nervenprobe: „Sie hat die Sache noch längst nicht überwunden und ist zudem krank geworden“, sagt der Sohn: „Die Aussicht, bald dem Täter gegenüberzustehen, ist eine zusätzliche Belastung.“ Quelle: TT

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