Mitten in Deutschland: 70 Migranten gründen Außenstelle des IS in Brandenburg

Salafisten in Bremen, die sich dem Islamischen Staat angeschlossen haben, wurden in den frühen Morgenstunden Ziel eines großangelegten Einsatzes von Spezialeinheiten. Zugleich bestätigt der Brandenburger Verfassungsschutzchef, dass sich im Umkreis von Berlin eine 70-köpfige Gruppe von Asylbewerbern aus Tschetschenien organisiert hat, die dem Islamischen Staat die Treue geschworen haben.

SALA

Was die beiden Fälle aus Bremen und Brandenburg gemeinsam haben, sind ihre Verbindungen zum Islamischen Staat im Irak und in Syrien und dass sie Flüchtlingsunterkünfte als Hauptrekrutierungsbasis nutzen.

In Bremen wurden zehn Privatwohnungen gestürmt und Unterlagen beschlagnahmt, auch eine Hinterhof-Moschee im Stadtteil Walle wurde durchsucht. Nach Widerstandshandlungen wurde ein Mann festgenommen. Die Islamisten hatten sich im »Islamischen Förderverein Bremen e. V.« zusammengeschlossen. Laut Behörden soll es sich dabei um eine Nachfolgeorganisation des bereits zuvor verbotenen salafistischen Vereins »Kultur- und Familienverein (KuF)« handeln. Dieser Verein betrieb eine Moschee in Bremen-Gröpelingen, die offiziell Koran- und Arabischunterricht anbot, doch in Behördenkreisen als Rekrutierungsort für Kämpfer des Islamischen Staates galt.

Der kleine Stadtstaat gilt als eine Hochburg des Salafismus in Deutschland, bis jetzt sind den Bremer Behörden 360 Anhänger namentlich bekannt. Jeder Bremer, der sich der Terrormiliz anschloss und zum Morden nach Syrien geschleust wurde, hat zuvor die vereinseigene Moschee besucht.

70 Asylbewerber gründen Außenstelle des Islamischen Staates in Brandenburg

Noch besorgniserregender sind die Nachrichten aus Brandenburg, dort hat der Brandenburger Verfassungsschutzchef Carlo Weber erstmalig bestätigt, dass sich 70 Islamisten der Terrormiliz angeschlossen haben. Gleichzeitig hisste der Behördenchef die weiße Fahne vor der konkreten terroristischen Bedrohung, da weder die Polizei noch der Verfassungsschutz personell und technisch in der Lage sind, diese Gruppe angemessen zu überwachen.

So würden innerhalb des Verfassungsschutzes nur 90 Beamte zur Verfügung stehen, die darüber hinaus weder in der Lage sind, Skype-Gespräche übers Internet abzufangen noch Whats-App-Meldungen mitzulesen.

Politisch zu verantworten hat diesen sicherheitspolitischen Offenbarungseid eine Regierungskoalition aus SPD und Linke. In der Nähe von Berlin, mit Hunderten möglichen Anschlagszielen, konnte diese tschetschenische Gruppe offenbar ungehindert in Flüchtlingsunterkünften ihre dschihadistische Rekrutierung durchführen, so dass sie innerhalb kürzester Zeit auf bis zu 70 Männer anwuchs.

Viele der in Brandenburg als Asylbewerber Lebenden waren den Behörden bereits als radikal-islamistische Salafisten bekannt, aber durch ihren vollzogenen Anschluss an die Terrormiliz und den Treueid auf Terrorchef Abu Bakr al-Baghdadi stellt dies nun eine extrem gefährliche Eskalation dar.

Aufgrund der finanziellen Möglichkeiten des IS, seinem Waffenarsenal und seinen militärisch geschulten Kämpfern, dürfte die Terrorgefahr für den Großraum Berlin eine neue Stufe erreicht haben. Während Politik und Mainstreammedien schweigen, haben die Tschetschenen Fakten geschaffen und die erste Außenstelle des Islamischen Staates auf deutschem Boden gegründet.

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