Die Mehrzahl der Täter von der Kölner Domplatte an Silvester waren laut BKA „Flüchtlinge“ die erst kurz in Deutschland waren.

Die meisten Täter der Kölner Silvesternacht kamen erst kurz zuvor als Flüchtlinge nach Deutschland. Das geht aus einer internen Lageübersicht des Bundeskriminalamts hervor:

„Bei rund 70 Prozent der ausländerrechtlich erfassten nichtdeutschen Tatverdächtigen“ habe die Aufenthaltsdauer in Deutschland weniger als ein Jahr betragen, heißt es in dem internen Bericht. Die Beschreibung von Opfern und Zeugen, wonach die Täter nordafrikanisch oder arabischer Herkunft gewesen seien, „deckt sich größtenteils mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen“.

Der Befund, dass es sich bei den Tätern also überwiegend um Flüchtlinge handelte, könnte die Debatte über die Silvesternacht verändern. Bislang war vermutet worden, dass die „Antänzer“ und Grapscher eher aus einem Kreis von Nordafrikanern stammten, die schon länger in Deutschland lebten.

Das Bundeskriminalamt bestätigt auch, dass die überwiegende Mehrheit der Männer, die auf der Kölner Domplatte Frauen bedrängten, nichtdeutscher Herkunft war. Zwei Drittel der Tatverdächtigen waren trotz ihres meist erst kurzen Aufenthalts in Deutschland schon zuvor polizeilich aufgefallen.

Insgesamt wurden 2016 im ersten Quartal 69.400 Fälle gezählt. Diebstähle mit 29 Prozent sowie Vermögens- und Fälschungsdelikte wie beispielsweise Schwarzfahren mit rund 28 Prozent sind die häufigsten Vergehen. Sachbeschädigungen machten elf Prozent aus, Rauschgiftkriminalität sieben Prozent. Der Anteil der Gewalttaten liegt bei 23 Prozent. Auffällig ist, dass sich Gewalt bei Flüchtlingen in den meisten Fällen gegen Landsleute oder andere Flüchtlinge richtet. Es gibt nach Darstellung des BKA ein „steigendes Straftatenaufkommen“ unter anderem aus ethnisch-kulturellen oder religiösen Motiven.

Die Analyse des BKA schafft auch Klarheit, welche Nationalitäten besonders häufig straffällig werden, Besonders oft werden Algerier, Marokkaner, Serben und Georgier straffällig, gefolgt von Afghanen, Syrer, Iraker und Pakistaner.

bka

Quelle: RP
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