Acht von zehn (angeblichen) Flüchtlingen kommen ohne Pass

Keine andere deutsche Behörde spielt bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise eine so entscheidende Rolle wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Um herauszufinden, wie dort gearbeitet wird, recherchierte ein BILD-Reporter fast vier Monate undercover als Sachbearbeiter in einer BAMF-Außenstelle.

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Er wollte wissen: Läuft etwas schief bei den Asylverfahren? Ist die Behörde der Herausforderung gewachsen? Was der Reporter erlebte, schildert er in dieser Serie.

7.  März 2016, seit drei Wochen arbeite ich undercover als Sachbearbeiter im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

In Begleitung eines Dolmetschers betritt ein junger Mann mein Büro. Ich schätze ihn auf Mitte 20. Er trägt rote Sneakers von Nike, Jeans und eine dicke Jacke. Ich mustere ihn. Er sagt mir, dass er die Kleidung im Erstaufnahmelager bekommen hat.

Der junge Mann gibt an, aus Afghanistan zu stammen. Er spricht Urdu, was auch in der Heimat meiner pakistanischen Eltern gesprochen wird. Ich verstehe ihn ohne Übersetzer. Als ich nach seinem Pass frage, schüttelt er den Kopf. Er schwört Stein und Bein, dass er ihn verloren habe.

Ich erkläre ihm, dass es von Vorteil für ihn wäre, wenn er einen Pass dabei hätte. Bei der späteren Asyl-Anhörung durch den Entscheider müsse er dann nicht mehr beweisen, dass er wirklich aus Afghanistan stammt.

Er greift in seine Jackentasche und gibt mir seinen Reisepass. „Der ist aber eigentlich abgelaufen“, sagt er. Ich frage, warum er mir den Pass nicht gleich gezeigt hat. Er antwortet, im Heim erzählten die anderen Flüchtlinge, dass man die Pässe nicht zurückbekommt.

Eine Kollegin erzählt mir von den Tricks mancher Asylbewerber. Zum Beispiel, dass junge Antragsteller am häufigsten beim Alter lügen: „Viele geben sich als allein reisende Minderjährige aus, weil sich herumgesprochen hat, dass es dann mehr Leistungen gibt.“

So bekommen sie zum Regelsatz in Höhe von 85 Euro noch 190 Euro Kindergeld von der Familienkasse.
Um beim Alter zu tricksen, sind viele Pässe gefälscht.

80 Prozent der Flüchtlinge kommen laut Erkenntnissen der Bundespolizei ohne Ausweis nach Deutschland. Die meisten sagen, sie hätten ihn während der Flucht verloren. Viele von ihnen geben an, Syrer zu sein. Sie wissen, dass die Chance auf Anerkennung dann am größten ist.

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2015 wurden 96 % aller aus Syrien stammenden Flüchtlinge anerkannt.

Ein Entscheider erzählt mir, dass viele Asylanträge von Syrern ohne jede persönliche Anhörung des Flüchtlings vom Bundesamt anerkannt wurden. Das empört ihn.

Von November 2014 bis Ende 2015 hätten Syrer lediglich einen 10-seitigen Fragebogen ausfüllen müssen, um anerkannt zu werden. Schon ein Kreuz bei der ersten Frage sei ausreichend für die Anerkennung gewesen. Sie lautete: „Ich befürchte in Syrien Verfolgung wegen meiner Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe und beantrage daher die Zuerkennung des Flüchtlingsstatus in Deutschland.“

„In einigen Fällen wurde der Fragebogen bereits vorher von Dolmetschern ausgefüllt, sodass der Flüchtling nur noch unterschreiben musste.“

Jeder Asylbewerber, der bei dieser Frage „Ja“ ankreuzte, wurde automatisch anerkannt. 131 160 Menschen bekamen auf diese Weise Asyl. „Die Flüchtlinge entschieden also faktisch selbst über ihren eigenen Antrag“, beklagt der BAMF-Mitarbeiter.

Erst zum Jahresbeginn 2016 sei dieses sogenannte „beschleunigte Verfahren“ wieder abgeschafft worden.

Immer wieder kommt es vor, dass Asylbewerber ihre Fingerabdrücke manipulieren. Sie schmieren sich Säure oder Sekundenkleber auf die Finger, andere schleifen sich die Fingerkuppen ab.

Manche wollen damit verhindern, dass Einträge über Straftaten beim Bundeskriminalamt erkannt werden. Oder dass bemerkt wird, dass sie schon in einem anderen Land registriert worden sind.

Besonders dreist war ein Antragsteller, der angeblich aus Marokko stammte. Er sah aus wie 65 und gab sein Alter mit 30 an.

Quelle: http://www.bild.de/bild-plus/storytelling/topics/bundesamt-fluechtlinge/acht-von-zehn-fluechtlingen-kommen-ohne-pass-47134456.bild.html

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2 Gedanken zu “Acht von zehn (angeblichen) Flüchtlingen kommen ohne Pass

  1. Für all diese Verbrechen ist Frau Merkel verantwortlich. Zusammen mit den Ja-Sagern der anderen Systemparteien.

    Wer hat diese kriminellen und verfassungsfeindlichen Polit-Darsteller gewählt ?

    Diese Wähler sind mitschuldig, denn ohne sie gäbe es diese gezielte und bewusste Abschaffung Deutschlands nicht.

    Ebenso mitschuldig sind alle Nichtwähler.
    Würden die Nichtwähler die AfD wählen, hätte die AfD mehr als 60 % der Wählerstimmen und könnte den Rechtsstaat wiederherstellen.

    Alle Illegalen müssen raus aus Deutschland. Das sind alle sogenannten „Flüchtlinge“, die aus einem anderen EU-Land über unsere Grenze gelassen wurden.

    Es gibt Lösungen.
    Man muss die Gesetze ändern. Asylanträge dürfen nur noch in deutschen Botschaften im Ausland gestellt werden. Wer dort abgelehnt wird, darf nicht ins Land.
    Alleine mit dieser Maßnahme wäre das Problem gelöst, weshalb wird sie nicht einmal von den Systemparteien diskutiert ?

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