Trotz 189 Strafanzeigen: Wieso der ICE-Onanierer, ein Asylbewerber aus Schwarzafrika, immer noch frei ist

Quelle: Fuldaer Zeitung/sts
189 Strafanzeigen – und der Mann ist immer noch auf freiem Fuß. Der Fall eines 22-Jährigen, der am Dienstagnachmittag masturbierend im Zug erwischt wurde, hat bei unseren Lesern für Fassungslosigkeit gesorgt. Die Staatsanwaltschaft Fulda erklärt, wieso ihr nichts anderes übrigblieb, als den Mann wieder gehen zu lassen.

Die Polizei kennt den 22 Jahre alten Mann aus Eritrea nur zu gut. 189 Strafanzeigen liegen gegen den Asylbewerber vor. In Haft ist er trotzdem nicht. „Uns gefällt das auch nicht“, erklärt Harry Wilke als Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda. Aber laut dem Gesetz habe kein Haftgrund vorgelegen.

Das Haftrecht regelt, wann ein Mensch inhaftiert werden darf. Mindestens einer der drei folgenden Gründe muss vorliegen:

1. Fluchtgefahr  ( Anmerkung Karate-Tiger: diese besteht bei Asylbewerbern immer!!!! )
2. Verdunklungsgefahr
3. Wiederholungsgefahr ( Anmerkung Karate-Tiger: 150 x Schwarzfahren, 39 x Diebstahl )

Anmerkung Karate-Tiger: Der Asylforderer ist ein notorischer Täter, auf den nicht nur ein, sondern zwei Haftgründe vorliegen. 1. Fluchtgefahr und 2. Wiederholungsgefahr. Der kriminelle Asylforderer aus Eritrea/Afrika ist 189 mal Schwarz gefahren und hat 40 Diebstähle begangen. Hinzu kommen weitere Taten wie Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Es ist logisch, dass er weitere Taten begehen wird und deshalb gehört er in U-Haft, sein Asylverfahren muss mit einem Ablehnungsbescheid sofort beendet werden und er dann nach Eritrea abgeschoben werden, wo er sich als Fahnenflüchtiger vor dem Wehrdienst drückte.

Der kriminelle Asylforderer wird auch kaum die ca. 6.000 Euro (40 Euro pro Schwarzfahrt) zahlen können und gehört natürlich alleine deshalb schon in Haft.

Die Staatsanwaltschaft argumentiert hingegen wie folgt:

Beim Thema Fluchtgefahr gehe es vor allem darum, das Erscheinen des Mannes beim Hauptverfahren zu sichern. Verdunklung bedeutet, dass beispielsweise belastendes Material verschwindet oder Zeugen mundtot gemacht werden. Beides, die Gefahr von Flucht sowie Verdunkelung, habe in dem Fall des 22-Jährigen nicht bestanden, sagt Wilke.

Bei Wiederholungsgefahr gibt es Einschränkungen

Anders sieht es für den rechtlichen Laien beim Thema Wiederholungsgefahr aus. Bei einem Mann, gegen den bereits 189 Strafanzeigen vorliegen, scheint die Sache klar zu sein: Bei ihm ist die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall hoch. Allerdings gibt es hier vom Gesetzgeber Einschränkungen.

Laut dem Oberlandesgericht müssten die Straftaten erhebliches Gewicht besitzen, erläutert Staatsanwalt Wilke. Bei Diebstählen müsse der Wert dementsprechend hoch sein. Wie die Polizei mitteilt, war der 22 Jahre alte Intensivtäter aber vor allem wegen ständigen Schwarzfahrensaufgefallen. Rund 150 der Anzeigen gingen darauf zurück. Ansonsten sei der Mann beim Stehlen erwischt worden – anscheinend nur bei kleineren Diebstählen.

„Wieso habt ihr nicht eingesperrt?“, höre er oft, sagt Wilke. Seine Antwort sei dann: „Weil kein Haftgrund vorlag. Wir haben uns an das Gesetz zu halten.“

Notorischen Schwarzfahrern droht Gefängnis

Nur weil er vor seiner Verhandlung nicht in Untersuchungshaft sitzt, heißt dies aber noch nicht, dass der 22-Jährige straflos davonkommt. In den vergangenen Jahren berichteten Medien von mehreren notorischen Schwarzfahrern, die ins Gefängnis mussten.

So musste ein 25-jähriger Thüringer 2014 für 120 Tage ins Gefängnis, weil er eine Geldstrafe von 1275 Euro wegen Schwarzfahrens nicht bezahlen konnte. In einem anderen Fall vergangenes Jahr bekam ein 26-Jähriger aus Sachsen-Anhalt 148 Tage Haft. Er hatte die fällige Summe von 2337 Euro nicht aufgebracht. Für die beiden hieß es nach ihren Schwarzfahrten: Endstation Gefängnis.

Hier die Vorgeschichte des kriminellen Asylforderers aus Eritrea:

Zugbegleiterin ertappt 22-Jährigen Asylforderer aus Eritrea beim Onanieren

Am Dienstagnachmittag hat eine Zugbegleiterin einen 22-Jährigen in flagranti erwischt. Der junge Mann hatte sich gerade selbst befriedigt. In Fulda musste er aussteigen – einen Fahrschein hatte er übrigens auch nicht.

Selbstbefriedigung mitten im Zug: Bei ihrem Kontrollgang hat eine 27 Jahre alte Zugbegleiterin am Dienstagnachmittag einen jungen Mann aus Eritrea beim Onanieren erwischt. Sie erstattete Anzeige.

Der Mann war im ICE von Frankfurt Richtung Kassel, besaß keine gültige Fahrkarte sowie nicht genügend Geld.

Schon 189 Strafanzeigen gegen ihn

In Fulda musste der Asylbewerber den Zug verlassen. Dabei stellten die Bundespolizisten fest, dass der Mann bereits 189 Strafanzeigen wegen Erschleichen von Leistungen und mehr als 40 Diebstähle auf seinem Straftatenkonto hat. Hinzu kommen weitere Taten wie Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen den Mann ein erneutes Strafverfahren wegen Erschleichens von Leistungen und exhibitionistischer Handlungen eingeleitet.

Der 22-Jährige kam nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Fulda wieder frei.

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