Prozess in Düsseldorf: Der Vergewaltiger einer 90-jährigen Greisin, ein 19 Jahre alter Marokkaner „flüchtete“ vor der spanischen Justiz nach Deutschland

Derzeit steht der 19-jährige Souhayl M. vor dem Düsseldorfer Landgericht, weil er am 2. Oktober 2016 eine 90-jährige Frau auf offener Straße vergewaltigte.

maro

Zum Tatzeitpunkt soll er unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden haben, namentlich Kokain und Ketamin. Beim Prozessauftakt am Donnerstag sagte er:

Als ich zu Hause war, konnte ich gar nicht glauben, was passiert war.“

(Souhayl M., 19)

Wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet, wirke der junge Mann schüchtern, jungenhaft. Er habe den Blick gesenkt und spreche leise und freundlich, „als könnte er kein Wässerchen trüben“.

Brutale Vergewaltigung in der Altstadt

Trotzdem hatte der junge Kriminelle die alte Dame nach dem sonntäglichen Kirchgang in der Altstadt angegriffen und in einen schmalen Durchgang zwischen zwei Häuser gezerrt, wo er sich an ihr vaginal und anal verging. Gerade noch habe die alte Dame in der Kirche eine Kerze für ihre Familie angezündet, als sie kurz darauf brutal attackiert wurde.

Souhayl M. würgte sein Opfer und riet: „Still, sonst tot.“ Anschließend durchwühlte der Täter die Handtasche der Rentnerin, schrieb sich die Adresse vom Personalausweis ab und schnappte sich die Haustürschlüssel.

Das Opfer musste nach dem Verbrechen mit Schürfwunden und Blutergüssen im Krankenhaus behandelt werden.

2016 vor spanischer Justiz nach Deutschland geflüchtet

Tatsächlich handelt es sich bei dem jungen Marokkaner um einen Flüchtling. Doch nicht vor einem Bürgerkrieg flüchtete er, sondern 2016 vor der spanischen Justiz. Der in Marokko geborene und in Spanien aufgewachsene Souhayl M. brach die Schule mit 15 ab und schloss sich als jüngstes Mitglied den berüchtigten „Latin Kings“ an, einer internationalen Drogendealer-Bande, die auch vor zahlreichen Morden nicht zurückschreckte.

Der junge Kickboxer wird in Spanien in zahlreiche Schlägereien verwickelt und wegen Drogendelikten verurteilt. Die spanischen Richter schickten ihn zum Psychologen, verhängten Sozialstunden und Bewährungsstrafen. Mehrfach wird der junge Kriminelle festgenommen.

Auch in Spanien wurde er schon wegen sexueller Nötigung verurteilt, weil er einer Frau an ihrer Haustür aufgelauert und sich auf sie gestürzt hatte und sie vergewaltigen wollte. Die versuchte Vergewaltigung scheiterte offenbar nur am heftigen Widerstand des Opfers.

Um einer langen Gefängnisstrafe in Spanien zu entgehen, reist er 2016 nach Deutschland ein.

Doch auch hier kam er sofort mit dem Gesetz in Konflikt und saß wegen Raubes in Untersuchungshaft. Auch soll der Wohnsitzlose einer Frau in einer Altstadt-Disco Geld aus der Handtasche gestohlen haben, was er bestreitet. Allerdings erwischte ihn ein Türsteher mit Dokumenten des Opfers in der Hand auf der Toilette.

Eine DNA-Spur aus der Vergewaltigung der inzwischen 91-jährigen Seniorin brachte die Ermittler letztlich zu dem 19-Jährigen.

Advertisements