Bayern: Izzet S. bricht aus der Psychiatrie aus und tötet ein Rentnerehepaar (66, 73)

Der mutmaßliche Doppelmörder von Rott am Inn ist tot. 

Der mutmaßliche Doppelmörder Izzet S. (25) wurde am Freitag, den 12. Mai 2017 leblos in seinem Zimmer in der forensischen Klinik Straubing gefunden. Er hat sich wohl selbst gerichtet.

Nach Polizeiangaben vom Sonntag ist Fremdverschulden auszuschließen. Der Darstellung zufolge spricht vieles für einen Suizid. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Klinikmitarbeiter hatten den Mann am Freitag gefunden. 

Rott am Inn – Schon wieder eine tödliche Bluttat in Bayern: In Rott am Inn entdeckten Rettungskräfte am späten Montagabend zwei Menschen (73, 66) blutüberströmt – beide wurden erstochen! Drei Wochen vor der Tat war der mutmaßliche Täter Izzet S. (25) aus einer psychiatrischen Klinik ausgebrochen.

Die grausame Tat ereignete sich in einer Wohnung in der Innenstadt von Rott am Inn. 

Der Notruf bei der Polizei ging um 22.20 Uhr ein. Als die Beamten am Tatort eintrafen, entdeckten sie die beiden Senioren – beide wiesen schwere Schnittverletzungen auf und starben kurze Zeit später.

Erste Ermittlungen ergaben: Offenbar hatte es in dem Mehrfamilienhaus zuvor einen Streit gegeben. Daraufhin nahmen die Polizisten eine Nachbarin fest!

Die 20-Jährige wehrte sich heftig, verletzte einen der Beamten. Auch nach einer zweiten Person wurde gefahndet, dabei kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. Kurz darauf konnte ein junger Mann (25) am Stadtrand gefasst werden. Er ist dringend tatverdächtig!

Vor der brutalen Bluttat saß der mutmaßliche Doppelmörder Izzet S. (25) bereits wegen Raubes im Innsalzach-Klinikum. Drei Wochen vor dem Doppelmord entkam er beim Freigang.  

Der mutmaßliche Doppelmörder Izzet S. hat, bevor er nach dem Tankstellenüberfall im Jahr 2010 in die Forensik des Inn-Salzach-Klinikums eingewiesen wurde, seine Ausbildung als Krankenpfleger in eben dieser Klinik gemacht, dies berichtet die Bild am Freitag.

Aus eben dieser Klinik flüchtete der 25-Jährige auch am 4. Februar bei einem unbewachten Hofgang und war seitdem untergetaucht.

Angehörige erhoben schwere Vorwürfe gegen die Klinik, die sich nun geäußert hat:

Kokain in Klinik konsumiert?

Am Donnerstagvormittag hat sich eine weitere Angehörige von Izzet S. (25) bei wasserburg24.de gemeldet und dabei größtenteils die Aussagen des Vaters des mutmaßlichen Doppelmörders gestützt. Die Polizei sei lediglich einmal, nämlich direkt nach Izzets Flucht am 4. Februar, bei der Mutter des mutmaßlichen Täters vorstellig geworden und hätte nach dessen Verbleib gefragt. Die Angehörige selbst hingegen habe nie einen Anruf oder einen Besuch der Polizei bezüglich der Abgängigkeit des mutmaßlichen Mörders erhalten. Sie betonte jedoch auch: „Izzet war sehr, sehr krank, aber wir hätten nie gedacht, dass er zu so einer Tat fähig ist!

Zudem gab es weitere Vorwürfe gegen das Innsalzach-Klinikum. Laut Angaben der Angehörigen hätten die Insassen, darunter auch Izzet S., während ihres Aufenthalts im ISK angeblich regelmäßig Kokain konsumiert – und zwar meist dann, wenn Pfleger oder Ärzte die Zimmer der Patienten verlassen hätten. Das alles habe ihr Izzet S. während seiner Freigänge erzählt. Die Klinik wollte die Vorgänge zunächst nicht kommentieren.

Wie Dr. Stefan Piehler, der kaufmännische Leiter des ISK, gegenüber wasserburg24.de erklärte, sei es „grundsätzlich möglich, dass Patienten im Rahmen der Lockerungsstufen in den Besitz von Drogen gelangen könnten„.

Nach jedem Hofgang würden die Patienten am Eingang der Forensik jedoch kontrolliert. Zu dem Vorwurf, innerhalb der Räumlichkeiten des ISK würden Patienten ungehindert Drogen konsumieren, konnte Dr. Piehler nichts sagen und berief sich dabei auf das laufende Ermittlungsverfahren.

Siehe auch hier:

https://www.wasserburg24.de/wasserburg/region-wasserburg/rott-am-inn-ort60205/brutalem-doppelmord-rott-erhebt-vater-mutmasslichen-moerders-schwere-vorwuerfe-gegen-bezirkskli-7448004.html

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