Blutbad mit 6 Opfern an Pfingstmontag im Münsterland.

Nach einem schweren Gewaltverbrechen in Füchtorf im Kreis Warendorf läuft eine Großfahndung nach mehreren osteuropäischen Tätern. Der Kern des Orts im Münsterland ist für die Ermittlungsarbeiten abgesperrt worden. Die Polizei geht von versuchtem Mord aus.

blut

Allem Anschein nach ist es in dem Ort unter osteuropäischen Arbeitern zu einer Messerstecherei mit mehreren Beteiligten gekommen. Sechs Menschen wurden  in Krankenhäuser der Umgebung eingeliefert. Bei den sechs Verletzten handelt es sich um Männer. Einer wurde nach Angaben der Polizei schwerstverletzt. Die Opfer haben unterschiedliche Nationalitäten, auch Deutsche sind dabei. 

Nach meinen Informationen leben im dem alten Gasthaus überwiegend osteuropäische Mitarbeiter einer Industrie-Reinigungsfirma. Offenbar machten die Opfer bisher nur vage Aussagen. Es ging bei der Auseinandersetzung wohl um Geld.

Tatort

Dutzende Polizisten sind im Einsatz – sowohl in Füchtorf selbst, als auch in den umliegenden Gebieten. Für die Großfahndung kommt auch ein Helikopter zum Einsatz. Der Ortskern rund um den Tatort ist derzeit nicht befahrbar.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wirkten bislang unbekannte Täter auf mehrere Männer ein und verletzten diese. Insgesamt wurden drei Personen mit leichten, zwei Personen mit schweren und eine Person mit schwersten Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die Polizei geht davon aus, dass mehrere Gewalttäter auf der Flucht sind. Sie sollen in einem Fluchtwagen unterwegs sein.

Einer Polizeisprecherin zufolge handelt es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt. Eine großräumige Fahndung läuft, wobei auch ein Hubschrauber im Einsatz war. Durchsucht wurden Gebäude in Füchtorf, unter anderem die Reithalle an der Gröblinger Straße.

Der Vorfall ereignete sich in einem Haus auf dem Tie in Füchtorf. „Warum der Streit zwischen den Personen in dem Wohnhaus derart eskalierte und was Inhalt der Streitigkeiten war, ist bislang völlig unklar“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, des Polizeipräsidiums Münster und der Kreispolizeibehörde Warendorf. Von der Auseinandersetzung habe die Polizei um 9.40 Uhr Kenntnis bekommen.

Möglicherweise war es eine Messerstecherei. Auf welche Art und Weise die Opfer verletzt worden sind, könne zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht gesagt werden, hieß es von der Polizeipressestelle in Warendorf. Die Verletzungsmuster sprächen allerdings für den Einsatz von Messern oder Werkzeugen.

Bei den sechs Verletzten handelt es sich allesamt um Männer. Einer wurde nach Angaben der Polizei schwerstverletzt, zwei schwer und drei leicht. Eine Frau erlitt einen Schock. Die Geschädigten sind von unterschiedlichen Nationalitäten – auch Deutsche sind dabei. „Noch wissen wir nicht einmal, wer Täter und wer Opfer ist“, gab Polizeipressesprecherin Susanne Dirkorte-Kukuk den aktuellen Ermittlungsstand bekannt.  Die Verletzten sollen so schnell wie möglich befragt werden. „Es ist aber die Frage, wann sie vernehmungsfähig sind“, so die Pressesprecherin.

Die Täter – die Rede ist von mehreren Personen – sind vermutlich mit einem Auto auf der Flucht. Der Tatort in Füchtorf ist abgesperrt. Rund um den Tie sind Dutzende Polizeikräfte zusammengezogen  – auch die Spurensicherung ist vor Ort. Der Ortskern des Dorfs ist derzeit nicht zu befahren.

Zur Klärung der Tatumstände ist eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster unter der Leitung von dem Ersten Kriminalhauptkommissar Herbert Mengelkamp im Einsatz. „Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang“, heißt es in der Pressemitteilung

Zeugen werden gebeten sich unter der Telefonnummer: 02581/941000 bei der Polizei zu melden.

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